| Von: "Wolfmayr" <andrea.wolfmayr@stvp.or.at> An: xxxxx; xxxxx Betreff: welche adresse stimmt? Datum: Samstag, 09. Juni 2001 11:47 Liebe xxxxx, ich hab 2 mail-adressen von dir, weiß nicht mehr, welche die richtige ist. wollte von dir wissen, wie du zu mir stehst, nach der geschichte mit martin, ich weiß nicht, was und wie er dir was erzählt hat. von meiner sicht: die erarbeitung der broschüre hat bernhard rinner gemacht, denn es gab natürlich ein redaktionsteam, ich bin ich 2 sitzungen gesessen, wenn es viel ist. "Gemacht", also geschrieben und erarbeitet, hat also er. (Von mir ist auch viel eingeflossen, selbstverständlich auch ohne jede Namennennung.) die "endredaktion" hat so ausgeschaut, daß mir das fertige manuskript in die hand gedrückt wurde mit der bitte um durchsicht ("und rasch, rasch, und bitte möglichst nur mehr marginale änderungen, nichts inhaltliches, es muß sofort in druck gehen") beim erinnern (das ganze ist lang her, es war mein einstieg in die politik, ich war noch neu und wurde wenig ernst genommen, - aber all diese entschuldigungen und rechtfertigungsversuche zählen für martin gar nicht, ich mag sie auch nicht verwenden, aber ich brauche sie, um den stimmungshintergrund zu schildern, und eine frau versteht das wohl besser, hoffe ich - abgesehen von mama, die frisch tot war, ich war damals einfach nicht so kräftig und fit und selbstbewußt, daß ich alle konsequenzen klar übersehen hätte können, will ich damit nur sagen) beim erinnern also hab ich mit bernhard noch rausgekramt,
daß ich damals sogar einwandte, ob es nicht angebracht wäre, martin namentlich zu
erwähnen, weil vieles von seiner handschrift doch kenntlich sei - man meinte damals, das
sei nicht klug, denn die eifersucht der anderen schriftsteller: warum darf martin k.
beraten und wir werden nicht gefragt usw. - der text ist ein arbeitstext und kein literarischer, also
kann man sagen: von kollegen wird mir jetzt sowieso dauernd versichert, daß die beamten immer nur die texte machen, also schreiben und gestalten, sie aber nicht ausdenken, sondern experten beiziehen, die nicht genannt werden und auch nicht genannt werden wollen, eben um sich nicht politisch eingeordnet zu sehen, - martin war eben experte - mein pech, daß ich ihn gewählt habe, mein versehen, daß ich nicht genug darauf geachtet habe, was martin will: erwähnt werden oder nicht, ein honorar oder nicht - über das alles hätte ich mit ihm im vorfeld sprechen müssen, weil ich hätte wisssen müssen, daß martin da sehr empfindlich ist - hab ich nicht getan, meine schuld, und dann hab ich die geschichte laufen lassen, zwischen bernhard rinner und martin, weil ich dachte, die machen sich das schon aus. und nichts böses und keine verschwörung. jetzt, lang nachher (ich dachte, er kennt und hat die broschüre längst) dieses. alles, was ich dann gesagt habe, als ich versuchte, zu erklären, mich zu rechtfertigen, zu entschuldigen, die sache zu klären, hat mich noch mehr in die defensive und ihn in die offensive und in rage gebracht, jedes wort von mir war öl ins feuer und hat ihn zu neuen verdächtigungen, zuschiebungen und beleidigungen provoziert [...] also: die lehre für mich, es ist eine gute, sehr strenge lehre: ich werde in zukunft vorsichtiger sein und von vornherein klarer sagen, wo welche kompetenzen und zuständigkeiten und verantwortlichkeiten liegen noch niemals aber bin ich von irgend jemand, schon gar nicht von einem "freund", so verletzt worden, habe mich so gedemütigt und ungerecht beschuldigt, so beleidigt gefühlt. ich hab jetzt eine zeit gebraucht, um mich zu fangen. [...] gegen das pauschalierende vorurteil (andrea w das politikerschwein, als das wir sie eigentlich immer schon gesehen haben, sehen wollten, und als das sie sich jetzt entlarvt), gegen das bin ich als person machtlos, da hilft mir halt nichts, keine beteuerung: "ich bins, andrea! kennt ihr mich nicht mehr?", damit find ich mich jetzt ab, ich kann damit leben. [...] Dies ist ein Textauszug aus einer privaten Mail, die von der Absenderin vermutlich irrtümlich AUCH an mich geschickt wurde. Ich habe hier nur jene Passage stehen gelassen, welche die Urheberrechtsangelegenheit und mich betreffen. Ich veröffentliche diese *Fallbeschreibung*, weil sie sowohl den Akt der Urheberrechtsverletzung bestätigen, als auch Einblick in die Praxis einer politischen Schreibstube in der Steiermark geben. Ich wünschte, dieser Fall wäre Anlaß für eine konkrete VerhaltensÄNDERUNG von politischen Funktionären. Ich hab dazu weiter nichts zu sagen, allerdings einige FRAGEN: [KLICK HIER] Empfehle mich! |
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